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Ich habe die Familie in mein Herz geschlossen und werde sie mit Sicherheit später einmal besuchen. 

Moira (16) war 1 Woche bei Familie Glarner.

Meine Erfahrungen

Samstag: Ich konnte es heute Morgen gar nicht erwarten, endlich aufzustehen. Mein Agriviva-Einsatz stand an und ich freute mich riesig. Mit dem Postauto und dem Zug fuhr ich von Hettlingen nach Linthal zur Familie Glarner. Am Bahnhof wurde ich von Thomas und Kilian abgeholt. Zu Hause wartete Karin mit ihren Zwillingen Livia und Ladina schon auf mich. Nach dem feinen Mittagessen machten die drei Kinder eine Mittagspause, ich richtete in dieser Zeit mein Zimmer ein und ruhte mich ein bisschen aus. Später fuhren wir zusammen ins Meissental.

Während Karin und Thomas den Zaun aussteckten, spielte ich mit den Kindern und las ihnen Bücher vor. Nach dem Nachtessen spielte ich nochmals mit den Kindern und machte sie anschliessen fürs Bett bereit. Die Mädchen bekommen vor dem zu Bett gehen noch einen Schoppen. Karin singt und betet jeden Abend mit den Kindern.

Sonntag: Heute durfte ich so lange schlafen wie ich wollte, denn es war Sonntag. Irgendwann wurden mir aber die drängenden Fragen von Kilian, wann ich denn endlich aufstehen würde, zu laut und ich entschied aufzustehen. Ich frühstückte mit der ganzen Familie, es gab sogar frische Eier. Um 11 Uhr brachten wir gemeinsam die 17 Kühe auf ihre Weide. Karin, die Mädchen und ich fuhren mit dem Auto vor, Thomas und Kilian schoben die Kühe von hinten an. Anschliessend spielten wir in und um den Stall, bis es Z’Mittag gab. Nach der Mittagsruhe fuhren wir zur Freude von allen ins Obbort, um Eis zu essen.

Später spielte ich mit den Kindern im Wohnzimmer, sie haben mich glücklicherweise schon in ihr Herz geschlossen. Nach einem kleinen Abendessen brachten wir die Kinder ins Bett, auch ich war sehr müde und schlief schon bald ein.

Montag: Als ich heute aufstand, war ausser dem Mädchen niemand mehr zu Hause. Kilian musste um 7:30 Uhr in den Kindergarten und Karin fuhr zum Coiffeur. Bevor ich die Kleinen aufweckte, saugte ich den unteren Stock und deckte den Frühstückstisch. Um 9 Uhr ass ich mit Thomas und den Kindern Z’Morge. Danach machten wir uns auf den Weg zum Spielplatz. Senta die Hündin der Familie Glarner kam auch mit. Die Kinder liebten es Rutschbahn zu rutschen oder zu schaukeln. Zum Mittagessen gab es Spaghetti mit Tomatensauce.

Während die Mädchen noch schliefen, backte ich mit Killian Muffins für den morgigen Besuch der Geschäftsstelle von Agriviva. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Garten. Vor dem Nachtessen musste Karin nochmals für eine Stunde weg, ich passte in dieser Zeit auf die Kinder auf. Anschliessend assen wir Cornflakes und Joghurt. Nachdem die Kinder im Bett waren, schaute ich mit den Eltern fern und ging dann auch ins Bett.

Dienstag: Wie gewohnt stand ich um 8 Uhr auf und saugte im Haus. Karin nahm währenddessen den Boden auf. Um 9 Uhr kamen Ariana und Rosmarie um mit uns zu frühstücken. Die Muffins, welche wir gestern gebacken hatten, waren köstlich. In der Zeit, in der Karin und Thomas die Kühe auf die Weide brachten, spielten wir mit den Kindern. Ladina fuhr heute mit ihrem Vater mit zum Misten, ich verbrachte den Morgen mit Livia auf dem Spielplatz. Nach dem Mittagessen und der darauffolgenden Pause arbeiteten wir im Garten.

Die Beete mussten winterfest gemacht werden. Ladina und ich fuhren dann nochmals im Transporter mit. Als ich schon Angst bekam, der Wagen würde wegen der zu steilen Wiese umkippen, schlief Ladina gemütlich auf meinem Schoss ein. Als Abendessen gab es Brot, Fleisch und Käse. Um 19:30 Uhr brachten wir die Kinder ins Bett und redeten noch eine Weile im Wohnzimmer.

Mittwoch: Heute stand ich schon etwas früher auf, da Karin und ich eine Alpabfahrt sehen wollten. In dieser Woche mussten alle Kühe von den Alpen wieder nach Hause marschieren. Es ist sehr schön, vom Strassenrand aus eine Abfahrt sehen zu können. Die Kühe sind geschmückt und die Helfer haben Hirtenhemden an. Thomas war einer der Helfer, er hatte die Aufgabe den Muni zu führen. Wie gewohnt weckten wir die Mädchen um 08:30 Uhr. Nach dem Frühstück spielte ich mit ihnen, während Karin die Kühe auf die Weide brachte und den Stall putzte.

Am liebsten springen mir die Mädchen vom Stuhl herab in die Arme, denn so kann ich sie durch die Luft wirbeln. Nachdem Karin ihre Arbeiten beendet hatte, fuhren wir los um Kilian vom Kindergarten abzuholen. Wir machten uns auf den Weg zu den Grosseltern der Kinder, um von dort aus dann einkaufen zu gehen. Bevor wir im nächsten Dorf ankamen, sahen wir schon die Kühe vom Alpabzug. Auch die Kinder waren hell begeistert von dieser Tradition, vor allem die Kälber waren sehr süss. Nach dem Mittagessen bei den Grosseltern fuhren wir zu ihrem Stall, um die 30 Kilometer lange Abfahrt das letzte Mal zu bewundern.

Nun stand das Einkaufen an. Wir fuhren nach Näfels in ein Einkaufszentrum, denn dort fanden wir alles was wir brauchten. Mit drei kleinen Kindern einkaufen zu gehen ist nicht zu unterschätzen. Als wir dann endlich wieder auf dem Hof angekommen waren, war es schon spät und die Kinder waren müde. Nach einem kurzen Nachtessen brachten wir die Kinder ins Bett, sie schliefen sofort ein. Auch ich war müde und legte mich bald darauf hin.

Donnerstag: Am Morgen verlief alles wie immer, ich staubsaugte und bereitete dann das Morgenessen vor. Heute war es meine Aufgabe für das Mittagessen zu sorgen. Es ist gar nicht so leicht in einer fremden Küche und mit einem anderen Herd zu kochen. Schlussendlich wurde mein Kartoffelauflauf mit Wienerli trotzdem von allen gelobt. Da wir am Nachmittag die Kälblein vom Obbort holen mussten, verkürzte sich die Mittagsruhe. Oben angekommen luden wir den Kinderwagen aus und ich wanderte mit den beiden Mädchen wieder zum Bauernhof zurück.

Livia wollte unbedingt noch auf den Spielplatz, diesen Wunsch konnte ich ihr schwer abschlagen. Als Kilian vom Kindergarten nach Hause kam, assen wir eine kleinen Z’Vieri und spielten anschliessend im Wohnzimmer. Die Kinder waren heute besonders schnell mit aufräumen und Pyjama anziehen, dadurch durften sie noch eine Folge „Winnie the Pooh“ schauen. Ich finde es anstrengend von morgens früh bis am Abend auf die zwei Kinder aufzupassen, jedoch macht es mir auch viel Spass und ich habe schon so manches gelernt.

Freitag: Mein letzter Tag war angebrochen, wir frühstückten wie immer alle zusammen. Da Thomas heute Gülle ausbrachte, durfte niemand aus dem Haus, das wäre einfach zu gefährlich. Wir spielten deshalb bis zum Z’Mittag im Wohnzimmer und kochten dann zusammen. Morgen findet die Hochzeit von Karins Schwester statt, darum sind sie und Kilian nach dem Mittag in die Landi gefahren. Die letzten Vorbereitungen mussten getroffen werden. Nach meiner Pause bügelte ich die Hemden für die Hochzeit und räumte das Wohnzimmer auf.

Später mussten wir noch einen Zaun abnehmen, da die Kühe nicht mehr auf dieser Weide waren. Vor dem Abendessen duschte ich die Zwillinge, damit sie auch sauber waren für das morgige Fest. Auch Kilian wollte dann noch unbedingt duschen, weshalb wir mit der Abendroutine in Verzug kamen. Bevor ich schlafen ging, packte ich noch meinen Koffer.

Samstag: Heute war alles sehr hektisch, die Kinder mussten fürs Fest angezogen werden und sollten sich nicht wieder dreckig machen. Wir assen das letzte Mal alle zusammen Frühstück und räumten die Küche auf. Um 11 Uhr zog ich die Kinder an und verabschiedete mich von ihnen. Für mich war es Zeit nach Hause zu gehen. Es hat mich sehr gerührt, als Livia anfing zu weinen, weil ich nun gehen musste.

Mir hat der Agriviva-Einsatz sehr gefallen und ich würde es jederzeit wieder machen. Ich habe die Familie in mein Herz geschlossen und werde sie mit Sicherheit später einmal besuchen.