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Ich durfte in diesen zwei Wochen Einblicke in eine komplett andere Arbeitswelt und eine andere Lebensweise erhalten, wie ich sie sonst nicht kenne.

Mara (17), war 2 Wochen bei Familie Rüttimann

Meine Erfahrungen

Ich habe mein Praktikum im Kanton Zürich auf einem eher kleineren Bauernhof in Mettmenstetten absolviert. Zu meiner Familie gehören die Eltern, drei Kinder und die Mutter der Bäuerin. Auf dem Betrieb leben verschiedene Tiere: Kühe, Rinder; Kälber; Schafe, Hühner, Bienen und Katzen.

Auf dem Hof führen sie eine Mutterkuhhaltung, das heisst es wird Fleisch produziert. Im Hofladen verkaufen sie eine grosse Auswahl an Fleisch. Auch haben sie zwei verschiedene Arten von Hühnern, zum einen Legehennen, welche Eier legen, zum andern Masthennen für die Fleischproduktion.

Vor meiner Reise hatte ich Kontakt mit meiner Familie und konnte dort schon die ersten Fragen klären, was mir ein wenig Sicherheit gab, da die Familie am Telefon sehr nett wirkte. Natürlich hatte ich trotzdem kleine Bedenken, meine grösste Sorge war aber, was wäre, wenn mich die Familie, vor allem die Kinder, nicht mögen. Im Ganzen hatte ich mich sehr auf das Praktikum gefreut und war sehr gespannt, wie die Arbeit sein würde. Als ich ankam, waren meine Bedenken fast völlig verflogen. Ich wurde sehr herzlich empfangen und die Kinder hatten mich gleich gern.

Da zum Betrieb eine grosse Obstanlage gehörte und die Kirschen reif waren, war ich oft am Kirschen pflücken oder verlesen. Häufig passte ich auf die Kinder auf oder spielte mit ihnen. Weitere Aufgaben waren: Eier aus den Nestern holen und für den Verkauf putzen, den Hühnern Wasser geben und die Apfelbäume ausdünnen.

Ein Ereignis, das mich prägte, war als mich eine Biene in den Finger gestochen hatte, so dass Finger und Hand stark anschwollen. In dieser Situation kümmerte sich die Familie sehr liebevoll um mich und auch die Kinder fragten immer wieder nach, wie es dem Finger gehe und machten mir kleine Geschenke in Form von Blumen. Auch der erste Tag war sehr schön, ich finde die Stimmung hatte gleich gut gepasst und auch die Kinder hatten mich schnell ins Herz geschlossen, so dass der Mittlere am Mittag beinahe auf meinem Schoss eingeschlafen wäre.

Ich finde, ich habe mich sehr gut geschlagen während dem Praktikum und habe viele neue Erfahrungen sammeln können. Ich denke, eine meiner Stärken ist meine soziale Ader, und dass ich Kinder sehr gerne habe, so dass dort erst gar keine DiVerenzen entstanden und wir sehr oVen aufeinander zugehen konnten. Ich konnte aber auch klar Neues dazu lernen, so zum Beispiel empfand ich das Kirschenpflücken an einem Punkt recht einseitig und auch langweilig, merkte aber, dass es sich trotzdem lohnt, weiterzumachen, da man dann schlussendlich schöne Kirschen zum Verkaufen hat, und es im Endeffekt doch nicht so schlimm war, da man sich gut unterhalten konnte.

Ich durfte in diesen zwei Wochen Einblicke in eine komplett andere Arbeitswelt und eine andere Lebensweise erhalten, wie ich sie sonst nicht kenne. Ich bin sehr dankbar für diese zwei Wochen und kann vieles für mich mitnehmen sowie an mir selbst wachsen.