Ich bin der Familie Burgdorfer zutiefst dankbar für diese lehrreiche und unvergessliche Zeit.
Lynda (16), war 2 Wochen bei Familie Burgdorfer

Während meines Landwirtschaftspraktikums hatte ich das Privileg, bei der Familie Burgdorfer zu arbeiten. Die Familie bestand aus Jakob Burgdorfer, einem erfahrenen Bauern, seiner Partnerin Kathrin Hofer und ihrem Sohn Lukas Burgdorfer. Besonders engen Kontakt hatte ich vor allem mit Kathrin, da sie sich kürzlich einer Schulteroperation unterzogen hatte und dadurch in ihren Tätigkeiten eingeschränkt war.
Der Bauernhof, auf dem ich mein Praktikum absolvierte, war ein Biobauernhof. Dort gab es einen großartigen Garten mit einer Vielfalt an Pflanzen, wie Erdbeeren, Rhabarber, Süßkartoffeln und vielem mehr. Beeindruckend war auch der prächtige Kiwi-Baum, der dort gedieh. Neben den üppigen Obstbäumen, darunter Apfel-, Birnen- und Kirschbäume, hielten sie auch Bienen. Auf der Weide konnten vier weibliche Kälber beobachtet werden. Während meiner Anwesenheit hatte ich das Privileg, köstliche Kirschen und wunderbaren Honig zum Verkauf anzubieten.
In der ersten Woche meines Praktikums hatte ich vielfältige Aufgaben zu erledigen. Mein Tag begann damit, Unkraut im Garten zu jäten und reife Erdbeeren zu pflücken. Zudem verteilte ich abgeschnittene Blätter auf dem trockenen Boden, um ihn vor weiterer Austrocknung zu schützen. Neben meinen Gartenarbeiten wurde mir auch die Verantwortung übertragen, die Waschküche aufzuräumen und zu reinigen. Ich half beim Kochen und unterstützte gelegentlich beim Aufräumen der Küche, wobei ich auch den unteren Teil des Hauses säuberte.
Eine der aufregendsten Tätigkeiten während meiner ersten Woche war das Heuen zusammen mit Jakob und seinem Schwager. Es war faszinierend, das duftende Heu zu wenden.
In der zweiten Woche meines Praktikums hatte ich das Vergnügen, für die Familie ein afrikanisches Gericht zu kochen. Wir widmeten uns hauptsächlich dem Kirschenpflücken, da der Bauernhof eine beeindruckende Anzahl an Kirschbäumen besaß. Am 21. Juni kam Frau Blaser zu Besuch und unterstützte uns beim Kirschenpflücken.
Eine besondere Aufgabe, die ich jeden Montag gemeinsam mit Jakob übernahm, bestand darin, frisch gepflanzte Kirschbäume auf der Weide zu bewässern.
Das Landwirtschaftspraktikum hat mir außerordentlich gut gefallen, denn die Familie war äußerst liebenswürdig und gastfreundlich. Während meines Aufenthalts hatte ich die Möglichkeit, unglaublich viel zu lernen. Ein Highlight war sicherlich das Erlernen, eine köstliche Mayonnaise selbst herzustellen.
Zusätzlich zu den Erfahrungen durfte ich auch einen riesigen Hühnerstall erkunden. Es war faszinierend, das lebendige Treiben der Hühner zu beobachten und dabei mehr über ihre Pflege und Bedürfnisse zu erfahren.
Ein weiteres spannendes Erlebnis war der Besuch einer Müllhalde. Obwohl es zunächst ungewöhnlich klingen mag, bot sich mir dort die Möglichkeit, den Einfluss von Abfällen auf die Umwelt zu verstehen und darüber nachzudenken, wie wir unseren Konsum besser gestalten können.
Insgesamt war mein Praktikum eine bereichernde Erfahrung, bei der ich nicht nur landwirtschaftliche Fähigkeiten erlernt habe, sondern auch eine größere Wertschätzung für die Natur und Nachhaltigkeit entwickelt habe. Ich bin der Familie Burgdorfer zutiefst dankbar für diese lehrreiche und unvergessliche Zeit.
Wenn ich nochmal einen Landwirtschaftspraktikum machen müsste, würde ich es, ohne zu zögern bei der Familie Burgdorfer absolvieren.