Besonders schön war es, den jungen Kühen und den süssen kleinen Schäfchen die Milch aus der Flasche zu geben.
Mia (19) war 4 Wochen bei Familie Fellay

Für viele war der Frühling dieses Jahres sehr aussergewöhnlich aufgrund des Coronavirus. So auch für mich, allerdings auf eine andere Art. Denn trotz der speziellen Situation konnte ich über Agriviva verschiedenen Praktikums absolvieren. Ein besonderer Eindruck möchte ich hier näher ausführen.
Im April 2020 startete ich den Einsatz in Lourtier, einem kleinen Dorf im Val-de-Bagnes in den Walliser Alpen. Auf dem Hof der Familie Fellay lernte ich den Umgang mit Schafen, Kühen, Hühnern, Schweinen und weiteren Tieren. In den über vier Wochen meines Aufenthaltes half ich besonders mit dem Unterhalt der Tiere im Stall, wobei es mir besonders gefallen hat, den jungen Kühen und den süssen kleinen Schäfchen die Milch aus der Flasche zu geben. Die Schafe mussten für den Sommer draussen noch vorbereitet werden und Weiden in den steilen Hängen des Tals mussten eingezäunt werden..

Im April 2020 startete ich den Einsatz in Lourtier, einem kleinen Dorf im Val-de-Bagnes in den Walliser Alpen. Auf dem Hof der Familie Fellay lernte ich den Umgang mit Schafen, Kühen, Hühnern, Schweinen und weiteren Tieren. In den über vier Wochen meines Aufenthaltes half ich besonders mit dem Unterhalt der Tiere im Stall, wobei es mir besonders gefallen hat, den jungen Kühen und den süssen kleinen Schäfchen die Milch aus der Flasche zu geben. Die Schafe mussten für den Sommer draussen noch vorbereitet werden und Weiden in den steilen Hängen des Tals mussten eingezäunt werden.
Neben der Unterstützung im Haushalt half ich auch ab und zu die hofeigenen Produkte einzupacken und anzuschreiben. Die Familie hat mich wie ein weiteres Familienmitglied aufgenommen und ich konnte durch den Austausch viel über die Familie, den Hof und die Tiere erfahren, und zusätzlich mein Französisch verbessern. Eines meiner Highlights war der Alpaufzug mit den Schafen. Frühmorgens standen wir auf und fuhren mit dem Auto in ein am Hang liegendes Dörfchen zu der Weide, auf welche wir am vorherigen Abend alle Schafe getrieben hatten.
Mit den über 400 Schafen liefen wir die kurvigen Strassen des Dorfes hinab zum Stall der Fellays in Lourtier. Nach dem Frühstück mussten alle Schafe gewaschen werden. Im Stall selbst war ein tiefes, etwa drei Meter langes Bad, welches zuvor mit Holzbrettern zugedeckt war. Nach dem Füllen des Beckens mit Wasser und einer speziellen Seife trieben wir die Schafe nacheinander durch das Becken. Manche scheuten das Wasser. So musste man sie kräftig stossen, bis die Tiere von selbst durch das Becken schwammen. Ich war sehr überrascht, als ich erfuhr, dass Schafe, wie die meisten Tiere, schwimmen können.
Nach dieser schweren Arbeit zäunten wir die Weide auf der Alp in Fionnay ein. Am Abend liefen wir dann mit den frisch gewaschenen Schafen die verregneten Strassen hinauf. Nach etwa zwei Stunden waren Menschen wie Tiere gleichermassen erschöpft aber wohlauf in Fionnay angekommen. Und auch wenn die Arbeit nie wirklich beendet ist, wie Jean-Daniel Fellay, der Bauer zu sagen pflegte, so war sie zumindest für diesen Tag erledigt.
Durch dieses besondere Erlebnis und meine Aufenthalte konnte ich sehr viel Lehrreiches für mein Leben mitnehmen und ich bin sehr dankbar für die vielen tollen Menschen, Tiere und Arbeiten, die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte.